Ergebnisse des Jugendinformationsmonitors
Die Österreichischen Jugendinfos präsentieren die Ergebnisse des Jugendinformationsmonitors 2026.
Die Art und Weise, wie junge Menschen nach Informationen suchen, verändert sich grundlegend. Das zeigt der Jugendinformationsmonitor 2026 der Österreichischen Jugendinfos: KI-basierte Suchanwendungen gewinnen massiv an Bedeutung und stellen die klassische Internetsuche zunehmend in den Schatten.
Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Befragung von 1.019 Jugendlichen sowie ergänzenden Fokusgruppen und zeichnen ein klares Bild: Google bleibt zwar der häufigste Einstiegspunkt für die Informationssuche, doch betrachtet man alle KI-basierten Suchanwendungen zusammen, nutzen bereits fast neun von zehn Jugendlichen entsprechende Anwendungen. „Ein zentraler Grund liegt in der Geschwindigkeit und Effektivität: KI liefert Antworten, die direkt weiterverwendet werden können – ohne lange selbst die wirklich passende Information zusammensuchen zu müssen“, erklärt Aleksandar Prvulović, Geschäftsführer bei den Österreichischen Jugendinfos.
Unterschiede nach Alter
Besonders auffällig sind die altersbezogenen Unterschiede im Suchverhalten. Jugendliche bis etwa 14 Jahre greifen besonders häufig direkt auf KI-Anwendungen wie ChatGPT oder die Google-KI-Suche zurück, während die 15- bis 19-Jährigen KI und klassische Suchmaschinen kombiniert einsetzen. Ab etwa 20 Jahren werden klassische Suchmaschinen weiterhin vorrangig genutzt. Jugendforscher Manfred Zentner von Social Identity Research, der die Fokusgruppen durchgeführt und alle Ergebnisse ausgewertet hat, verweist zudem auf einen weiteren Trend: YouTube verliert insbesondere bei jüngeren Jugendlichen als Suchkanal an Bedeutung.
Wie Jugendliche suchen
Nicht nur die genutzten Tools verändern sich, sondern auch die Art der Suche selbst. Während bei Google meist mit Stichwörtern gearbeitet wird, formulieren Jugendliche ihre Anfragen an KI-Systeme zunehmend in ganzen Sätzen – ähnlich wie in einem Gespräch. Eingesetzt wird KI vor allem für schulische Zwecke wie Zusammenfassungen, Erklärungen oder Präsentationen, aber auch für alltägliche Fragen. Dabei wenden Jugendliche durchaus unterschiedliche Strategien im Umgang mit den erhaltenen Informationen an, etwa durch ergänzende Recherche oder den Rückgriff auf weitere Quellen.
Prvulović macht auf eine wichtige Kehrseite des Wandels aufmerksam: „Zwar war es noch nie so einfach, schnell zu Antworten zu kommen – gleichzeitig wird es immer anspruchsvoller, diese richtig einzuordnen.“ Die Ergebnisse des Jugendinformationsmonitors unterstreichen damit die wachsende Bedeutung von Medien- und Informationskompetenz im Umgang mit digitalen Tools.
Der Jugendinformationsmonitor ist eine künftig jährlich durchgeführte Studie der Österreichischen Jugendinfos, die aktuelle Daten zum Informationssuchverhalten junger Menschen in Österreich erhebt. Detailinformationen zur aktuellen Studie finden sich unter www.jugendinfo.at/studie.
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Medieninformation aha / 04.05.2026